Der Webmaster Hallo. Ich heiße Gilles Chertier, und bin am 13. Dezember 1954 in der Umgebung Orléans (Mittelfrankreich) geboren.
Die ersten englischen Wörter lernte ich damals von der englischen Nachbarin meiner Großeltern. Mein Vater war ein Jahr in Kleve beim Militär und unterrichtete mich. "Wieviel Uhr ist es?", "Bitte schön" und "Eins, zwei, drei, vier, fünf..." Es hörte sich alles so fantastisch exotisch an! Ob nun Davy Crockett oder nicht, Englischlehrer oder nicht, war ich entschlossen: als Erwachsener würde ich England erkunden. So habe ich manchen regnerischen Nachmittag damit verbracht, die Karte von Großbritannien aus einem alten Geografielehrbuch nachzuzeichnen. Der schönste Tag meiner Kindheit? Die Antwort kennen Sie bereits: das war die erste Englischstunde in der Schule. Nun, es war alles in Ordnung. Leider hatte ich jedoch meine Rechnung ohne die bösen Leute vom Militär gemacht. 1974 war der Militärdienst in Frankreich noch Pflicht. Als ich im Juni einen netten Brief in einem braunen Umschlag von den Militärbehörden erhielt, schien die Welt zusammenzubrechen. Ich sollte am 1. August bereits eine Uniform tragen! Der Entschluss wurde rasch gefasst: ich würde Frankreich einfach verlassen. Das bedeutete, dass ich als Kriegsdienstverweigerer zehn Jahre lang das Land nicht betreten konnte. Infolgedessen habe ich zuerst einige Jahre in verschiedenen Ländern Nordeuropas, in Finnland, Dänemark, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien gelebt und dort allerlei Jobs gemacht: Dreher, Disc-Jockey, Autoreifenrunderneuer, Zigarettenverpacker, Tiefbauarbeiter, Schäfer, Cartoon-Übersetzer, Fräser, Möbelpacker, usw. Kurz und gut, ich hatte insgesamt über vierzig verschiedene Arbeitgeber und gewann einen guten Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in Europa. Neben meinen Aufenthalten in Ländern Westeuropas (das war alles in den 70er und Anfang der 80er Jahren) bin ich über Land nach Indien und Nepal gereist - durch Griechenland, die Türkei, den Iran, durch Afghanistan und Pakistan. Das war während der Revolution im Iran und vor der sowjetischen Invasion in Afghanistan. Ende der 70er Jahre gelang es mir, nach Frankreich zurückzukehren und wie viele andere Kriegsdienstverweigerer als Außenseiter ausgemustert zu werden. 1984 kam ich zum ersten Mal nach Fortaleza. Mit meiner Frau Marielle haben wir dort unter schwierigen Umständen leben müssen. Die Inflationsrate lag bei ca. 500%, und wir hatten kein Geld. So haben wir angefangen, Französischstunden zu geben. Im Übrigen habe ich Fachtexte für Psychiater und Ethnologen übersetzt und Horoskope erstellt. Vielseitigkeit ist in Brasilien bestimmt ein Vorteil! Ende '86 waren wir wieder in Frankreich. Wir arbeiteten einige Jahre auf einem großen Campingplatz in Fréjus, und seit Anfang der 90er Jahren leben wir wieder in unserer Heimat. Ende der 80er kaufte ich meinen ersten Computer: ein neues Abenteuer! Seitdem wir 1986 Brasilien verließen, haben wir weitere Länder erkundet - Ägypten, Australien, USA, China, Mauretanien, Israel, Thailand und Malaysia -, aber wir reisen auch immer noch regelmäßig nach Brasilien. In Brasilien habe ich damals auch ein neues Hobby für mich entdeckt: das Fotografieren. Mit einer alten Rolleiflex SL 35 habe ich einen Teil der auf dieser Website vorgestellten Fotos aufgenommen. 1996 kaufte ich meinen ersten digitalen Fotoapparat und 2000 meinen ersten digitalen 6 Megapixel Reflexapparat, womit ich den neueren Teil der Fotos dieser Website gemacht habe. 2004 habe ich noch ein anderes Hobby endteckt: Video. Schon Ende '97 hatte ich eine digitale Videokamera gekauft, aber bisher nur wenig gefilmt (obwohl meistens in Ceará). Am ersten Tag brach ich mein Fotoapparat! So schlimm war es eigentlich nicht, weil Marielle sowieso ihr eigenes Apparat mitgebracht hatte. So konnte sie mindestens die Fotos aufnehmen. Also statt fotografieren habe ich drei Wochen lang nur gefilmt. Was allerdings am meisten Spaß machte war die Montage zu Hause. Ein neues Hobby also, aber auch ein neues Problem: jetzt muß ich zwischen fotografieren und filmen wählen! Anfang der 90er Jahre fing ich an, als Freelance-Übersetzer zu arbeiten. Ende 1994 hatte ich also zum ersten Mal eine Internetverbindung. Damals war auf dem Web kaum etwas Interessantes zu finden (Ende '94 gab es in Frankreich kaum eine Million Internetbenutzer). Inzwischen bleiben Fotos nicht mehr in Alben irgendwo im Schrank, und jeder kann seine Fotos der ganzen Welt zu jeder Zeit vorstellen! Fragen? Schreiben Sie einfach nach Kontakt |